Daniela Schwarz Rettershof

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Name
Solvejg Klein

Unternehmen
Das Bernsteinzimmer - Raum für Genuss

Position
Inhaberin und der kreative Kopf

Heimat 
Laut Pass Deutschland (Gefühlt aber Schottland)

Lieblingswerkzeug / Gerät 
Teigschaber

Mein Drink 
Ardbeg Uigeadail (Whisky) für den alkoholischen Genuss, sonst trinke ich sehr gerne guten grünen Tee.

Beschreibe dich kurz
Kurz? Ein Herz aus Schokolade und im Kopf die Unendliche Geschichte für neue Kombinationen und Ideen. Nicht-Aufgeberin und Weiter-Denkerin.
Privat meist ruhig und in der "deftigen" Küche am werkeln, auf kleinen und großen Reisen mit Mann und Hunden oder auch auf Konzerten. Schlafen finde ich auch super! ;)

 

 

"Alles was du von dir gibst kommt - irgendwann - zurück."

 

Du stehst auf der Bühne einer Karaoke Bar und musst vor all deinen Kollegen und Mitarbeitern ein Lied singen. Für welchen Interpreten + Song würdest du dich entscheiden?

Oh je, ironischerweise bin ich schon mal in so einer Situation gewesen, gottseidank "nur" mit Freunden und Fremden, war trotzdem schlimm genug... Gewählt wurde "Nur ein Wort" von Wir Sind Helden. Nein, nicht weil ich den Song so gerne mag sondern weil ein paar Whisky-Kola zuviel im Spiel waren und mir der Text zumindest bekannt war. Was ich gelernt hab: Man muss in das Mikro singen. Heute würde ich mich vermutlich für "Wonderwall" von Oasis entscheiden. Da fällt nicht so stark auf, dass ich nicht singen kann 😉

Welche 5 Eigenschaften bzw. Schlagwörter verbindest du persönlich mit den Begriffen "Gastronomie / Hotellerie / Gastgewerbe"?

Stress - Hochspannung - "Mehr Schein als Sein" - Teamwork - Ausgepowert. (Ohne meine Jahre in der Gastronomie hätte ich meine eigenen Grenzen nicht erfahren und wäre nicht so stressresistent geworden. Eine gute Grundlage für die Selbstständigkeit!)

Beschreibe uns bitte in ein paar Sätzen, welche Tätigkeiten du im Unternehmen ausübst und wie dein Arbeitsalltag abläuft.

Da wir eine starke Saison-Arbeit haben, habe ich nicht direkt einen Arbeitsalltag. Neben den Einkäufen, Messen-Vorbereitungen, Bestellungen im Shop, Händler-Anfragen und Sonderaufträgen welche sich über das ganze Jahr verteilen und viel Zeit gerade im Büro erfordern stehe ich sehr viel in der Küche. Dort werden Nüsse geröstet, Schokolade temperiert und Füllungen angerührt. In der Saison beginnt mein Tag morgens um halb sechs, wenn der Wecker klingelt und endet um halb elf, wenn ich meist sehr müde ins Bett sinke. Dazwischen bin ich die ganze Zeit in der Manufaktur um den Andrang von Bestellungen zu bewerkstelligen oder stehe auf Messen. Das geht von Mitte September bis Ende Dezember so, ohne einen freien Tag. Jetzt im Januar habe ich etwas mehr Ruhe, da wird das Sortiment wieder aufgefüllt, die Ideen für Ostern werden konkretisiert und es bleibt auch mal etwas Zeit zum ausschlafen und entspannen.

Wer oder was hat dich in deiner Karriere am meisten beeinflusst und vorangetrieben?

Meine Mutter, die mir sehr viel Freiraum in der heimischen Küche damals gelassen hat. Der Film "Chocolat" der mich zum süßen Handwerk gebracht hat. Meine Ausbildung, die mir gezeigt hat, dass ich etwas wirklich gut kann. Mein Ausbildungsbetrieb, in dem ich erkannt habe, was ich wirklich möchte. Die Jahre (haupt- und nebenberuflich) in der Gastronomie, die mir zeigten, dass man für ein erfolgreiches Konzept weitaus mehr braucht, als nur eine gute Idee und dass man zusammen und nicht gegeneinander arbeiten muss. Voran treibt mich mein eigener Ehrgeiz, da ich, mit allen Hürden und Meilensteinen, meinen Traum der eigenen Manufaktur lebe.

Was wolltest du als Kind bzw. in der Jugend immer werden?

Das hat sich etwas abgewechselt. Zuerst Bäckerin, was sich aber schnell zerschlagen hat, als ich erfahren habe, wie früh man dann immer aufstehen muss 😉 Irgendwann als Teenager wollte ich dann Designerin werden - ich dachte, da könnte ich mich kreativ austoben.

Was ist / sind deine größten Stärke(n)?

Kreativität - Lösungen zu finden statt sich über Probleme den Kopf zu zerbrechen. Fachwissen - Es gibt nicht so viele Menschen, die sich mit dem Thema "Vegane Schokolade" so sehr auseinandersetzen mussten wie ich. Integrität - Aufrichtigkeit gegenüber Kunden und Geschäftspartnern, ich produziere und verkaufe nichts, wo ich nicht hinter stehe, sowohl was die Rohstoffe als auch Herstellung betrifft. Mut - zu außergewöhnlichen Rezepturen und anderen Vorgehensweisen. Außerdem bin ich ein friedliebender Mensch, der lieber seine Zeit und Energie lieber nutzt um MIT Menschen und anderen Unternehmen zu arbeiten anstatt gegen sie.

Was wissen die wenigsten Leute über dich?

Dass ich total gerne Metal* höre und auch sehr aktiv in dieser Szene gewesen bin (Selbstständigkeit sei dank mittlerweile nicht mehr so sehr.) (*Wer mehr wissen möchte, darf mich gerne fragen, hier gibt es musikalisch sehr viel "Unterkategorien). Dass ich aus Bayern weggezogen bin, weil ich mit der Sprache nicht wirklich klar komme und sie meiner Meinung nach sehr gut dazu geeignet ist, um den Bevölkerungswachstum einzudämmen.

Wir "beamen" dich an einen Ort und du bekommst 24 Stunden Freizeit. Wo geht's hin und was würdest du tun?

Schottland! Am Besten im August mit Wohnmobil. Am Morgens in den Highlands auf einem einsamen Berg wach werden (Bitte mit Wind, sonst fressen einen die Midges), Blaubeeren für Pancakes sammeln und nach dem Frühstück los Richtung Westküste. Mittags mit den Hunden am Loch Cluanie spazieren gehen und dann weiter zur Isle of Skye. Bei Talisker den Sonnenuntergang genießen und abschließend in Sligachan im Cairidh ein leckeres Abendessen mit dem einen oder anderen Whisky im Anschluss genießen.

Wenn du jemandem einen Tipp geben möchtest, wo er zum Essen oder Trinken gehen soll, was wäre deine aktuelle Empfehlung?

Deutschland: Leipzig - Zest (Unbedingt reservieren!). Schottland: New Pitsligo - Last Worksbus Canteen (Vorher Anrufen wegen Öffnungszeiten!).

Mit welcher Persönlichkeit, egal ob tot oder lebendig, würdest du gerne mal einen Abend an der Bar verbringen?

Tod: Kurt Cobain, Heath Ledger & J. R. R. Tolkien. Aus psychologischer Sicht sicherlich interessant, außerdem hab ich einige Fragen an diese Menschen, die nie beantwortet wurden. Lebendig: J. K. Rowling, Kim Jong Un & Georg Bernadini. Auch hier geht es um Fragen & Antworten sowie um die Persönlichkeiten hinter den Gesichtern.

Was hättest du schon längst mal wieder erledigen sollen?

Privat: Aufräumen! Beruflich: Emails beantworten!

Was wäre deine Henkersmahlzeit?

Uh. Nichts süßes 🙂 Japanisch? Miso-Suppe und Sushi? Mhm. Oder gut indisch? Ich befürchte aber, dass ich im Moment vor meinem Tod anderen Gedanken als meine letzte Mahlzeit habe. Wenn ich so darüber nachdenke, würde ich lieber Menschen, die zu wenig Essen haben, diese Mahlzeit schenken. Die haben mehr davon, ich bin dann ja bald tot.

Über was hast du dich das letzte Mal so richtig gefreut?

Heute morgen bin ich aufgewacht und mein Mann war schon eine Stunde wach und hat Wäsche gewaschen, die Küche sauber gemacht und den Müll runter gebracht. Total romantisch! (Ja, das mein ich ernst. Rosen und Pralinen sind für Anfänger).

Was ist dein Lieblingswort /-Begriff?

Grundsätzlich amüsiere ich mich über "Vegane Speisen" die unbedingt mit "V" geschrieben werden müssen. Ich überlege schon, "Vrüffel" statt "Trüffel" zu machen (Scherz). Ich benutze das Wort "Nein" sehr häufig, könnte auch an den Hunden liegen 😉 Aber ein "Lieblingswort" habe ich nicht.

Erzähle uns einen Witz!

Witz? Ich? Nun gut... Mit elf Jahren habe ich folgenden Witz erfunden: "Wie heißt ein weiblicher Kaktus? - Kack-Tussi! (Kaktus-Sie)". Sehr einfallsreich, ich weiß.

 

 

ZUM PROFIL VON SOLVEJG KLEIN / DAS BERNSTEINZIMMER

 

 

04.01.2017 | 1490 Aufrufe